Bikepacking Norwegen

URLAUB!! Eine Woche für 100 Km


Tagebuch: Die Letzten 100 Kilometer

Die letzten 1oo Kilometer und dafür fast eine Woche Zeit. Alles lief so hervorragend, dass ich nun die letzten Tage und Kilometer entspannt "verbummeln" werde. Ich werde mich treiben lassen, freuen, nicht jede Übernachtung neu organisieren zu müssen und mir viel Zeit zum Seightseeing nehmen. 


Es wird wie immer eine Mischung sein aus tiefer  Dankbarkeit dafür, dass ich das machen konnte, Traurigkeit, dass es vorbei ist, aber auch großer Vorfreude, meine beiden Männer wieder in den Arm nehmen zu können.



Tag 1: Lyngdal über Lindesnes, dem südlichsten Punkt Norwegens, bis Mandal. Schären- und Fjordlandschaften und damit viel mehr Höhenmeter (1100 Hm) als für den Bummeltag geplant. Zum Glück ist gegen Mittag die Sonne wieder 'rausgekommen.q Regen hatte ich nun genug, die letzten Tage.

Tag 2. Mandal.  Es ist herrliches Wetter und ich bleibe zwei Nächte auf dem Campingplatz in Mandal, direkt am Strand. Bis in die süße kleine Innenstadt ist es nur ein Kilometer. Ein schöner Spaziergang am Strand und am Hafen entlang.  In der Fußgängerzone findet man kleine Cafés, Restaurants und hübsche kleine Läden. 

Tag 3:  Für Sonntag ist bedecktes Wetter und vielleicht sogar  mal ein Regenschauer angesagt. Deshalb fahre ich schon am Samstag bei tollem Wetter nach Kristiansand weiter und nehme mir für die letzten Nächte ein Hotel direkt am Hafen. Aus meinem Zimmer habe ich einen herrlichen Blick auf das Meer. 

Tag 4: Ein trüber Tag. Ich verbringe ihn mehr oder weniger im Bett und genieße die Aussicht aus meinem Zimmer.  Ein herrlich fauler Tag!!!

Mit aller Vorsicht fürs Pakett, einer Rolle Klopapier und 20 Kompressionshandtüchern, putze ich mein Rad im Zimmer bis es in den letzten Winkel glänzt. Meine Räder sehen in der Regel immer aus, als ob sie aus dem Laden kämen und stehen auch zuhause im Wohnzimmer.

Tag 6 und 7: Seightseeing in Kristiansand.  Die Fußgängerzone der Stadt lädt zum Shoppen ein. Geschäfte, kleinere Malls, Restaurants und Cafés wechseln sich ab. Kristiansand ist deutlich moderner und städtischer als zum Beispiel Mandal, Lillesand, Grimstad odef Arendal. In Kristiansand ist man auf kaufkräftige Kreuzfahrer eingestellt. 

Die vorgelagerten Insel Odderoya bietet einen Museumshafen (ein ambitionierter Name für das Gebotene) und einen neuen kleinen Hafen mit Cafés Zum Spazierengehen gibt es einen drei Kilometer langen, weitestgehend asphaltierten Rundweg. Viel schöner sind aber die aber die kleinen, steinigen Pfade zum Wandern. Sie führen zu den Stellungen ehemaliger Militäranlagen und zum Leuchturm. 

Wie klein diese Welt ist!

Im Juni haben wir in unserem Garten Bikepacker der Warmshower Community beherbergt. Julie & Steve aus Montana/USA folgen für drei Monate dem Euroradweg von Inverness/Schottland nach Bergen/Norwegen mit einem längeren Abstecher nach Süddeutschland. Dort hat Steve Verwandte. 

Durch ein Tagebuch, dass Steve online führt, erfahre ich, dass die beiden vor zwei Stunden in Kristiansand angekommen sind! Was für ein Zufall!! Mail geschrieben, Treffpunkt vereinbart .... eine Stunde später sitzen wir gemeinsam und alle etwas ungläubig ob des Zufalls im Restaurant. Es wird eine tolle (Wieder-) Begegnung mit vielen Geschichten aus dem Leben von uns Bikepackern und einem großartigem Erfahrungsaustausch.