Bikepacking unterwegs

Selbst bei noch so detaillierter und sorgfältiger Vorbereitung - unterwegs können die unglaublichsten Dinge passieren. Mal ehrlich: Genau deshalb machen wir Bikepacking, oder? Eine Flucht aus unserem Alltag, verlassen der Komfortzone, ein kalkulierbares Abenteuer. Meistens jedenfalls.

 

Wetterkapriolen können wir mit einer durchdachten Ausrüstung halbwegs abfedern. Hitze, Kälte, Regen, Wind - alles eine Frage der maximal flexiblen Kleidung bzw. Campingausstattung. Eine gute Beleuchtung bringt Sicherheit und, geschickt genutzt, auch den Strom für unsere digitale Ausstattung. Der geübte Umgang mit Goolge und diversen Apps, besonders zur Suche von Unterkünften und spontanen Strecken(um)planungen, ist genauso segensreich wie vielfältige Sprachkenntnisse. Auf Menschen zugehen zu können, kann ebenfalls sehr hilfreich sein.

 

Bei meinen Touren mit verschiedenen Begleitern habe ich vor allem gelernt, dass der Umgang mit unvorhergesehenen Herausforderungen von Mensch zu Mensch SEHR unterschiedlich ausfallen kann. Was der eine weglächelt oder sich die Schenkel vor lachen klopft, überfordert den anderen total. C´est la vie - die Auswahl der Buddys will wohl überlegt sein.

 

Navigation

In der Regel navigiere ich mit meinem Garmin 1030. Da ich seit vielen Jahren Garmin nutze, bin ich mit der Bedienphilosophie sehr vertraut. Die Anbindung an die Planungsapp Komoot funktioniert ausgezeichnet!

 

Auf das Garmin habe ich einen OSM-Kartensatz von Kowoma aufgespielt. Diese Karten sind in der differenzierten Darstellung der Strassentypen einfach genial! Leider wird Kowoma nicht mehr gepflegt, aber es gibt diverse OSM Alternativen.

 

Mittlerweile sind die originalen Karten von Garmin erheblich besser als in den Anfangsjahren, so dass es vielleicht eher Geschmacksache oder Gewohnheit ist, welche Karten man bevorzugt.

 

Wer sich tief einlesen möchte, findet beim GPS Radler ein riesige Fülle an Informationen.

 

Tipp

 

Für die kurze Orientierung in einem Ort oder wenn ich bei sehr starkem Regen durch die Brille nichts mehr sehe, navigiere ich mit Hilfe der akustischen Anweisungen von Komoot oder anderen Navigationsapps des Handys mit In-Ears.


Wo schlafe ich die nächste Nacht?

Bereits während der Planung versuche ich Etappenorte zu finden, in denen Hotels oder Campingplätze in der Umgebung zu finden sind.

 

Die endgültige Buchung nehme ich meistens erst am Vorabend zu nächsten Etappe oder sogar während des Tages vor. In einigermaßen zivilisierten und nicht zu entlegenden Gegenden ist das gar kein Problem, jedenfalls solange man ein Handynetz hat. Im Notfall wird das Zelt aufgeschlagen. Dort wo sonst nichts mehr ist, stört das Wildcampen auch niemanden mehr :-)

Tipp

 

Je länger ich unterwegs bin, umso eher kann es passieren, dass ich vom Tourplan abweiche - gewollt oder ungewollt. Da wäre ein strenger Etappenplan mit vorgebuchten Unterkünften ein echter Stressfaktor.


Verpflegung unterwegs

Es erleichtert das Thema sehr, wenn man nicht nicht allzu wählerisch ist. Bin ich aber :-)

 

Daher bereite ich einige haltbare Hauptmahlzeiten vor meinen Reisen selbst zu. Couscous, Kartoffelpüreepulver,  oder chinesische Instantnudeln sorgen für die nötigen Kohlenhydrate. Aufgepeppt  mit gefriergetrocknetem Gemüse oder als süße Variante mit Trockenobst mit diversen Gewürzen aus der arabischen oder asiatischen Küche ist es lange haltbar und bietet viel Abwechslung in der Geschmackswelt. Unterwegs muss ich diese Mahlzeiten nur mit heißen Wasser aufgießen und ein paar Minuten ziehen lassen. Auf der Seite "Planung" findest Du, wie ich diese Mahlzeiten zuhause vorbereite.

 

Der Rest ist kein großes Geheimnis: Essen gehen, Supermarkt, Bäckereien. Den nötigen Stauraum sehe ich üblicherweise in den beiden Packs an der Gabel vor. 2 x 4,1 Liter reichen auch für einen zusätzlichen Wasserbeutel.

Tipp

 

Um ein Extraliter Wasser transportieren zu können, habe ich faltbare Wasserbeutel dabei. Leer kosten sie fast keinen Stauraum.

Für einige Fabrikate gibt es passende Wasserfilter (zum Beispiel Katadyn BeFree, LifestrawGo). HIER gibt es einen guten Überblick zu dem Thema.